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Eindrücke von 48 Stunden Disneyland Paris

Am Mittwoch nach der Arbeit wurde ich von Alex gefragt, ob ich, nachdem ich ja am Monatstag nicht weg konnte, jetzt spontan sein könne. Auf meine Gegenfrage, was spontan heißen würde, kam nur die Antwort, dass wir dann am Wochenende weg gehen würden. Ich antwortete, so lange es nicht meine Arbeitszeit beträfe, wäre ich zu allen Schandtaten bereit. So nahm die Sache ihren Lauf.

Dazu sollte ich vielleicht sagen, dass Alex ein Talent darin hat, einen neugierig zu machen … und so geht es mir nun seit Mittwoch. Heute ist Freitag, der 11.09.2009 und inzwischen ist es so, dass ungefähr einen halben Meter über meinem Kopf an der Wand, eigentlich an einem Bild, ein Briefumschlag klebt, in dem der genaue Ablauf des Wochenendes mit allen Optionen steht.


Ich weiß nur, dass ich Sachen in eine Tasche packen soll – kein Trolly mit Rollen, nein, eine Tasche … wir würden sie viel tragen müssen (ALEX wird tragen :D). Ach ja – und die Sachen sollten so sein, dass man viel laufen könnte. Um nicht irgendwelche wesentlichen Dinge zu vergessen, liegt auf meinem Schreibtisch ein Zettel, was wir so brauchen könnten.

Ich bin sehr gespannt.



Am Freitag abend um 19:30 Uhr war es dann soweit – ich öffnete den Umschlag. Ein Blick auf die ersten Zeilen und ich dachte, mir bliebe das Herz stehen – stand doch da schön umschrieben, dass wir an diesem Wochenende in Paris im Disneyland sein würden. Alles wäre gebucht, Alex zeigte mir auch direkt die Tickets für den Bus und die Buchungsbestätigung des Hotels. Ich traute meinen Augen nicht. Natürlich war ich sofort aufgedreht wie verrückt, denn ich LIEBE Disneyland Paris und dort zu sein, ist für mich wirklich Erholung pur. Die restliche Zeit bis zur Abfahrt um kurz nach 22h verbrachte ich mit aufgeregtem Umherwuseln, damit, mich zu zwingen, doch noch einen Happen zu essen (schließlich wären wir ja viele Stunden unterwegs) und eben letzte Dinge in die Tasche zu werfen.

Kurz nach 22 Uhr ging es dann los. Wir setzten uns ins Auto, um nach Heidelberg zu fahren, denn das gewählte Transportmittel war ein Autobus. Ich war gespannt. Wir parkten am Arbeitsamt, wo man das Wochenende über kostenlos parken konnte und liefen rüber. Der Bus war superpünktlich, was mir sehr gut gefiel und dann war auch der Bus wirklich in Ordnung. Wir gaben die Tickets ab, verstauten das Gepäck und suchten uns einen Platz. Die Fahrt war nicht nur lang, sondern sehr lang ;-) Wir sind sogar etwas früher losgefahren und waren dann um kurz nach 6h in Paris. Alex war offenbar ein wenig aufgeregt, weil wir uns ja mit der Metro und der RER (französische Nahverkehrszüge) durchschlagen sollten. Es hat alles wunderbar geklappt, meine Französischkenntnisse ließen uns glücklicherweise nicht im Stich und es war einfach wie ein großes Abenteuer.
Kaum im Disneyland angekommen, checkten wir ein, verstauten unser Gepäck in der Gepäckaufbewahrung und marschierten los. Frühstück lautete die Devise. Wir schauten uns um und aßen letzten Endes bei Mc Donalds. Das war noch so ein Event. Nun muss man sagen, wir sind von den Hotels dort sehr üppige Frühstücke gewöhnt und so wollten wir uns eben angemessen stärken (wir wissen ja, dass man im Disney viel läuft, da braucht man schon ein bissel Feuer). Nunja, einmal die Karte rauf und wieder runter geschaut, war schnell klar „Ok, wir nehmen alle Frühstücke einmal und noch Kaffee dazu.“ Ich stellte mich an und schaute der leicht verwirrten Marie ins Gesicht – sie sprach kein Deutsch, dafür Englisch. Ich machte ihr klar „All the breakfasts you offer once and two Café au lait extra.“ Ich glaube im Nachhinein, sie dachte, mein Englisch sei nicht der Bringer … sie bestätigte nämlich zunächst und tippte auch brav alles ein, als sie dann aber mit dem Holen anfangen wollte, fragte sie mit ungläubiger Miene „You want Bacon and Eggs, Pancakes, etc … everything ?“ Ich bestätigte. Sie schüttelte unmerklich den Kopf, lieferte aber alles. Letzten Endes haben wir im Park nochmal ein belegtes Baguette gegessen, denn so richtig satt waren wir danach noch immer nicht.
Auf ging es in den Park – die ersten Fahrattraktionen warteten schließlich und dann galt es ja auch noch, den Flair der Parks einzuatmen. Das taten wir ausführlich – die Main Street ist ja unser Paradies. Dort kann man so herrlich in Shops flanieren – obwohl der Park brechend voll war, es war einfach herrlich.
Irgendwann bemerkten wir auch, dass das Schloss auf Mickey's Magical Partytime umdekoriert war default. Wir fühlten uns wieder mal wie im Märchen.
Wir fuhren alle Attraktionen, die wir wirklich lieben – darunter „A small world“, aber auch schnellere Geschichten. Mittags gab es mal wieder den Klassiker – im Videopolis Burger, Pommes und Cola, dazu sahen wir uns einige ältere Mickey Filme an. Es war herrlich.
Der Tag verging wie im Fluge. Wir schafften es, wirklich so viel wie nur irgend möglich in den Tag zu bringen – was gar nicht so schwer war, denn immerhin haben wir einen recht ähnlichen Geschmack, was Fahrgeschäfte angeht ;-)
Am Abend ist für mich das Annette's Diner der Klassiker. Ohne Voranmeldung, so stellten wir fest, würde man so ungefähr 3 Stunden warten, bis man überhaupt mal im Lokal drin ist. Dann noch die Bestellung abgeben … wir entschieden uns um, bummelten eine Runde durch das Village (Shops über Shops, das reinste Paradies) und holten uns dann leckere Menüs zum Mitnehmen. Es ging immerhin im Wesentlichen darum, den guten Geschmack zu erleben. Zusammen mit einem leckeren Rotwein, den wir im Hotel erstanden (und der uns sogar noch vom Kassierer geöffnet wurde), genossen wir einen wunderbaren Abend – inklusive Auskosten der Möglichkeit einer Badewanne :-)
Wenn man so viel auf den Beinen war, ist man ziemlich müde und wir schliefen in dieser Nacht sehr sehr gut.
Am nächsten Morgen war es dann aber nichts mit Ausschlafen – wir wollten die letzten Stunden im Park natürlich noch genießen. So machten wir uns ruckzuck fertig, genossen das umfangreiche Frühstück im Hotel – auf dem Weg hab ich sogar noch Goofy umgerannt …, packten unsere Sachen und auf ging es in den Park. Zuvor verstauten wir noch das Gepäck und organisierten unseren Transfer zum Bus, denn wir wollten pünktlich um 15:30 dort sein.
Auf also in den Park. Ganz wichtig war uns noch Big Thunder Mountain – das hatten wir am Samstag aufgegeben, denn die Warteschlagen wurden nur immer länger und länger. Wir zogen also recht früh einen Fastpass und machten uns in den verbleibenden 70 Minuten auf in die Studios. Dort schafften wir es sogar, zwei Shows zu sehen (Animagique und Cinémagique) und noch durch die Shops zu flanieren (wie gesagt, mehr ging nicht in die 2 Tage hinein). Dort machten wir noch eine erstaunliche Entdeckung: Das Eingangsportal zu den Studios befand sich offenbar in der Restauration … nicht aber, dass man nun kahle Gerüste und kletternde Bauarbeiter hätte bewundern dürfen … auf den ersten Blick erkannten wir es gar nicht: Die komplette Fassade war mit einer Art halbdurchsichtigem Netz bespannt, das genau so aussah, wie das Originalgebäude. Erst dahinter befand sich das Gerüst, das man aber durch das Netz so gut wie gar nicht sah – erst bei näherem Hinschauen bemerkten wir es überhaupt.
Die Fahrt im Big Thunder Mountain war dann auch wieder der Kracher – wir haben unsere Fotos nicht gekauft – bestaunen kann man sie aber dennoch, denn wir entschieden uns, unser Foto selbst zu fotografieren Winken Zurück zu einer letzten Runde in den großen Park – wo wir nochmal so richtig schön das Flair genossen … auch ein wenig shoppen waren ;-) und dann neigten sich die vollsten 48 Stunden auch schon dem Ende zu.
Wir holten also schweren Herzens unser Gepäck ab und machten uns auf den Weg. Auch der Rückweg zum Bus klappte wie am Schnürchen – quasi als guten Eindruck für den Weg holten wir uns noch leckere Orangina. Die Rückfahrt klappte absolut problemlos und so kamen wir in Heidelberg pünktlich um 23 Uhr an.
Es war das herrlichste Wochenende seit Ewigkeiten – eine tolle Idee und ich kann es nur jedem weiterempfehlen.

Gebucht wurde das Ganze übrigens über 2000-reisen, immer wieder zu empfehlen, besonders wegen des ausgezeichneten und persönlichen Services. Da merkt man bei jedem Telefonat die Begeisterung Lächeln



Ein Kurzbesuch im Reich der Magie

Ein Kurzbesuch im Reich der Magie

Heidelberg. Ich wollte meine Frau überraschen mit einem besonderen Wochenenderlebnis, Problem daran: Sie arbeitet bis Freitag Mittag und muss Montag um 7:30 Uhr wieder auf der Arbeit sein. Also habe ich mir Gedanken gemacht und bin auf ein Power Wochenende gekommen, so hat es funktioniert. Am Freitag in der Nacht um 23 Uhr am Hauptbahnhof in Heidelberg los, mit der Buslinie Eurolines, die von viele Städten nach ganz Europa fährt (ist sowas wie die Greyhound Line in den USA). Die Tickets haben 70 Euro je Person für den Hin- und Rückweg gekostet, genaue Fahrpläne hier: http://www.touring.de/Internationale-Buslinien.3.0.html Angekommen sind wir pünktlich um 6:15 Uhr in einem Busbahnhof in Paris, von dort konnten wir problemlos und einfach die Metro erreichen (alles überdacht und gut beleuchtet, das Ausdrucken eines Fahrplans der Metro vor der Abreise erwies sich als sehr hilfreich).alex_schwert.JPG Nach 3x Umsteigen waren wir nach ca. 60 Minuten am Ziel unseres Wochenendes - mitten im Disneyland Paris ist der Bahnhof, von dem aus wir nur noch um den See laufen mussten, um zu unserem gebuchten Hotel, dem Disney Sequoia Lodge zu kommen. Das mit dem Hotel ist fast eine Geschichte für sich: Ich habe am Mittwoch im Reisebüro 2000-Reisen Tel: 06152/179890 angerufen und mit Herrn Tausend, dem Chef des Reisebüros gesprochen, er hatte mir mitgeteilt, dass Disney ausgebucht sei (Hochsaison) und dass er keine Zimmer mehr über das System buchen könne, doch er versprach, alles Mögliche zu checken, ich hinterließ meine Kreditkartendaten und besprach, dass ich eine Übernachtung und mindestens einen Tag Parkeintritt möchte und dass er mich bitte nicht anrufen sollte (wegen der Überraschung). Herr Tausend machte es nicht nur möglich, dass wir noch ein Zimmer bekamen, es waren sogar 2 Eintrittskarten dabei, die unseren Aufenthalt noch schöner machten. Zurück zum Ankunftstag: Wir gingen in das Hotel und die Unterlagen waren gerichtet, wir konnten kostenlos unser Gepäck abgeben und gingen in den Park. Als ich gegen Mittag etwas Kopfschmerzen bekam, stellten wir Disney auf die Probe - mit einem Lächeln fragte ich nach dem Zimmerschlüssel (11:30 Uhr, offiziell gibt es das Zimmer ab 15 Uhr des Anreisetages) und wie so oft bewährte es sich, freundlich zu sein - wir bekamen unser Zimmer und konnten so uns frisch machen. Danach war es nochmal angenehmer, in den Park zu gehen.

Um die Erlebnisse im Park wiederzugeben, hier 2 kleine Videos - auf dem ersten sind Julia und ich in den verrückten Tassen (und ich denke, man sieht, dass wir Spaß haben): http://www.youtube.com/watch?v=Zsa8AJlAKjc und beim zweiten sehen wir eine der Mini-Paraden (die große ist viel viel länger), doch diese zeigt schon ein wenig die Stimmung: http://www.youtube.com/watch?v=oQUEw2F3qlE

Der Park war wieder wunderschön und das Wetter machte alle beiden Tage wunderbar mit, am Sonntag nach einen ausgiebigen und sehr guten Frühstück gingen wir dann noch in die Studios und Shopping - dafür sollten Sie unbedingt Zeit einrechnen, wenn Sie nach Disney fahren.

Um 14.30 Uhr ging es zur Metro (wir hatten uns gleich morgens Karten besorgt, um keine Warterei zu haben). Nach einer Stunde waren wir kurz vor der Busabfahrt wieder pünktlich an der Haltestelle, Ankunft in Heidelberg war um 23:15 Uhr.

Fazit: Der Bus ist eine echte Alternative bei bis zu 2 Erwachsenen - bei den heutigen Spritpreisen und der auf französischen Autobahnen üblichen Maut. Der Bus war sauber und gepflegt, ein Fernreisebus mit WC, er war gut zur Hälfte belegt auf der Hinfahrt und ¾ voll auf der Rückfahrt. Es waren 2 Busfahrer dabei, die sich auf der Hälfte der Strecke bei einer 20 Minuten Pause abwechselten. Der Park war wunderbar, immer wieder ein Erlebnis, die Fastpasssysteme sind eine echte Erleichterung, an den Restaurants gab es manchmal längere Wartezeiten. Für einen Erstbesuch sind 1,5 Tage viel zu kurz, da sollten es mindestens 3 volle Tage sein, zum Auffrischen der Erinnerungen und zum Fahren der Fahrgeschäfte, die man gerne mag, ist es ausreichend. Der Park ist auch im 16. Jahr sehenswert, es wurden etliche Renovierungsarbeiten vorgenommen (z.B. ist das Labyrinth der verrückten Katze komplett neu gestrichen gewesen). Wir danken an dieser Stelle dem Reisebüro 2000-Reisen [http://www.2000-reisen.de] für den schnellen und kompetenten Service. Auch für die vielen Telefonate außer der Reihe, die alles andere als normaler Reisebüro Service sind (da merkt man die Begeisterung für Disney und nicht nur das „zahlender Kunde xy"). Unseren nächsten Disney Aufenthalt buchen wir gewiss wieder bei Ihnen.

Beim nächsten Mal wollen mal wir den TGW (den französischen Schnellzug) ausprobieren, der Mannheim und Paris in nur 3,5 Stunden verbindet.